DIY – Heckklappen-Zelt

Wenn wir unterwegs sind, haben wir immer ein Tarp dabei – die leichte und flexible Alternative zur Markise. Die an der Reling befestigte Plane bietet Sonnen-, Regen- und Sichtschutz. Bei längeren Aufenthalten schlagen wir unser großes Heckklappenzelt auf. Es schützt zuverlässig vor Regen und Wind – und kann einfach am Platz stehenbleiben, wenn wir mit dem Camper einen Ausflug machen.

Mit dem Zelt gewinnen wir tatsächlich einen zusätzlichen Raum: Man kann darin stehen und sich bequem aufhalten, wenn es draußen mal ungemütlich ist. Allerdings braucht der Aufbau etwas Zeit – nichts für „mal eben schnell“. Hier der Blogbetrag zu Tarp und Zelt.

Kennt ihr auch die folgenden Probleme?

  • An der Küste weht ein starker Wind, und trotz Windschutz ist die Gasflamme vom Winde verweht – Kochen unmöglich.
  • Ihr steht frei und braucht schnell etwas Privatsphäre.
  • Kein WC weit und breit, und eure Mini-Toilette im Auto ist gerade nicht nutzbar?

Es bedarf also eines kleinen, schnell aufbaubaren, blickdichten Zeltes an der Heckklappe.

Wir haben lange nach einer wirklich praktischen Lösung gesucht. Es gibt Pop-up-Duschzelte – die helfen aber nicht beim Kochproblem. Es gibt Heckklappenzelte, die aber so schlecht beschrieben sind, dass wir sie nicht in Betracht ziehen wollten. Oder es gibt Buszelte, die an der Heckklappe verschraubt werden – das kam für uns nicht infrage. Was, wenn das Zelt nichts taugt oder kaputtgeht? Dann bleiben die Löcher in der Verkleidung.

DIY – Heckklappen-Zelt
DER BAUPLAN

Unser Plan: 2 Bahnen (Breite 140 cm + Breite 120 cm, jeweils Höhe 190 cm) zusammennähen. Dies ergibt die Ecke, die den Gaskocher schützt. Eine Bahn (Breite 140 cm, Höhe 190 cm) wird zur Zeltwand auf der gegenüberliegenden Seite.

Die 2 Teile können mit Einnäh-Magnete verschlossen werden. Das Zelt besteht aus 2 separaten Teilen, weil man beim Kochen nur 2 Seiten braucht. Und weil es bei geschlossen 3 Seiten schnell warm und stickig wird. Die einzelne Bahn braucht man nur, wenn man Privatsphäre braucht. Einzeln lässt sich die Bahn als „Picknickdecke“ benutzen oder sie schützt die Heckklappe vor der Sonne.

Ripstop-Zeltplane, Verstärkungsband, Klettband, Einnäh-Magnete, Ösen. Und noch ein Fragezeichen … 😂

Immer wieder „Anprobe“ und Markierung der Befestigungsteile.

DIY – Heckklappen-Zelt
Makro vom Zeltstoff

Leichtgewicht-Zeltstoff: Nylon Ripstop, Stoffbreite 150 cm, 80 gr/m², Farbe: Camouflage.

Warum Camouflage?

Für unser DIY – Heckklappen-Zelt haben wir diese Tarnoptik gewählt. Schwarz wäre gut passend zum Mini-Camper gewesen, heizt bei Sonne aber stark auf. Helle Töne sind sind in dieser dünnen Stoffqualität nicht blickdicht. Der Camouflage-Print löst selbst bei Gegenlicht die Strukturen auf. Genau das, was wir wollen – Privatsphäre.

Wie befestigen wir das Zelt am Mini-Camper?

Die Magnete, die an der rechten und linken Außenseite sowie am oberen Rand sitzen, fixieren den Stoff erstmal am Auto. Die Magnete halten aber keinen starken Wind aus. Deshalb werden die Seitenteile mit einem Zurrgurt über der Heckklappe befestigt, er macht die Konstruktion windfest.

Wie man das Heckzelt befestigt, wenn man keine Erd-Heringe in den Untergrund bekommt

Es gibt Situationen, in denen man das Heckzelt braucht, auf geschotterten und asphaltierten Untergründen der Einsatz von Heringen aber unmöglich ist.

Deshalb haben wir auf der Innenseite Schlaufen angenäht. Das Schwerste, was wir an Bord haben, sind unsere 10 Liter Wasserkanister sowie unsere Vorratskiste. Mit Bändern können wir sie am Zelt befestigen. So hält unser Séparée auch ohne Heringe.

DIY – Heckklappen-Zelt
Befestigung mit Wasserkanistern

Die Seitenteile werden unten an der Felge befestigt.

Sturmabspannung an der Ecke

BefestigungWindUntergrund
1️⃣ = Magnete und ZurrgurtWindstill bis laues LüftchenAlle
1️⃣ + HeringeBöe bis leichter WindWiese und Wald
1️⃣ + Felgen, Kisten oder WasserkanisterBöe bis leichter WindAsphalt,Kies und Fels
1️⃣ + Heringe + Sturm-AbspannungStarker WindWiese und Wald
DIY – Heckklappen-Zelt

So sieht es aus – unser Chambre séparée

Der Universalraum am Mini-Camper:

Sonnensegel – Schattenspender
wasserdichter Untergrund für Picknick, Chillen oder Yoga
Beschatter – schützt das Auto vor starker Sonneneinstrahlung

  • Küche – windgeschützt
  • Ankleideraum – blickdicht
  • Bad – klein, aber fein
  • Toilette – stilles (aber nicht unbedingt leises) Örtchen

Und das alles wiegt nur 1200g

UNSER DIY – Heckklappen-Zelt

DIY – Heckklappen-Zelt
Als Küche

Unsere Zelt ist zweiteilig – aus gutem Grund

Als Windschutz reicht meistens die Ecklösung. Die Kombination mit der Einzelbahn schafft Diskretion. Die Einzelbahn (140 x 190 cm) ist vielseitig einzusetzen:

  • Sonnensegel – Schattenspender
  • wasserdichter Untergrund für Picknick, Chillen oder Yoga
  • Beschatter – schützt das Auto vor starker Sonneneinstrahlung

Mini-Camper: Freistehen und Toilettenlösung

Blogbeitrag zum Toilettenthema

Mini-Camper Toilettenlösung

Und weil es fast schon Tradition ist, erhält bei uns jeder Prototyp einen Namen:

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