DIY-Klamottenbox für den Mini-Camper: rollbarer Stauraum ohne festen Einbau
Unsere DIY-Klamottenbox für den Mini-Camper ist kein gekauftes Campingsystem. Sie ist ein DIY-Projekt: perfekt für Hochdachkombis: schmal, lang, stabil und auf Rollen. Auch hier bleiben wir unserem Grundsatz treu: Unser Wagen wird zum Mini-Camper, ohne feste Einbauten.
Die Box ist kein verschraubter Möbelbau. Sie ist ein mobiles Modul. Reinstellen, rausziehen, umpacken, herausnehmen. Genau das passt zu unserem Konzept. Der Peugeot Rifter bleibt alltagstauglich. Wenn wir campen, wird er zum Mini-Camper. Wenn wir ihn im Alltag brauchen, ist die Box schnell wieder draußen. Kein Umbau für immer. Kein kompliziertes System. Nur eine praktische Lösung, die funktioniert.
Die Box ist 130 cm lang, 30 cm breit und 25 cm hoch. Rechnerisch ergibt das über 95 Liter Volumen. Da Kleidung in Packtaschen gut komprimiert werden kann und die Box leicht überpackt wird, kommen wir praktisch auf etwa 110 Liter Stauraum.
Unser Kleiderschrank im Mini-Camper
Damit die Box im Alltag nicht nervt, hat sie vier Rollen. So lässt sie sich leichter aus dem Mini-Camper herausziehen. Gerade wenn das Bett ausgeklappt ist, macht das einen großen Unterschied.
Die Kanten sind mit Alu-Leisten verstärkt. Die vier Ecken sind zusätzlich gesichert. Dadurch ist die Box stabil genug, um sie auch mal auf feuchtem Rasen abzustellen, ohne gleich zimperlich behandelt werden zu müssen.
Ein weiterer Vorteil: Sie passt auch in den Fußraum der Rückbank. Das ist praktisch, wenn das Bett zusammengeklappt ist und die Rückbank im Peugeot Rifter gebraucht wird.
So nutzen wir die DIY-Klamottenbox für den Mini-Camper-Alltag
Beim Campen ist unser Bett ausgeklappt. Die Rückbank lässt sich im Peugeot Rifter zwar flach zusammenklappen, aber leider nicht ausbauen. Deshalb packen wir die Rückbank immer mit einer Plane ein. Das schützt vor Regen, Dreck und feuchter Ausrüstung. Außerdem lässt sich die Plane deutlich besser reinigen als die Sitzbank.
Auf dieser abgedeckten Rückbank steht dann unsere Klamottenkiste.

Über die stabilen Griffe kann die Box einfach aus der Schiebetür herausgezogen werden. Von beiden Seiten kommt man an unseren kleinen „Kleiderschrank“ heran. Klingt praktisch. Ist es auch.
Trotzdem braucht es Absprache. Sonst entsteht schnell ein bitteres Tauziehen an der Kiste.
Alle Kleidungsstücke lagern wir in Kompressions-Packtaschen. Das spart Platz und hält Ordnung in der Box. Für wochenlange Trips bekommen wir so alle Bekleidungsteile unter – außer dicke Jacken. Hier findet ihr unsere praktischen Packlisten, die ihr gerne downloaden könnt.
Es gibt aber auch einen Nachteil: Da die Box nicht verschraubt ist und keine Führungsschiene hat, verrutscht sie leicht nach hinten. Dadurch müssen wir sie alle paar Tage wieder an die optimale Position rücken.

Trotzdem passt die Lösung sehr gut zu unserem Mini-Camper-Konzept. Die Box ist simpel, stabil und flexibel. Sie schafft viel Stauraum, bleibt aber jederzeit herausnehmbar. Genau das ist uns wichtiger als ein perfekt verschraubter Ausbau.
DIY-Lösungen müssen nicht perfekt sein. Sie müssen funktionieren. Für das eigene Auto. Für den eigenen Alltag. Für die eigene Art zu reisen.
Vielleicht habt ihr eure Klamotten im Mini-Camper ganz anders organisiert. Mit Packtaschen, Kisten, Schubladen, Netzen oder einem komplett anderen Eigenbau. Schreibt gern in die Kommentare, wie ihr das gelöst habt. Solche Ideen aus der Praxis sind oft die besten.
Lässiger wird es, wenn man voneinander klaut, was funktioniert.



