DIY-Verdunkelung im Mini-Camper: unauffällig statt auffälliger Thermomatte
Neugierige Blicke und grelles Laternenlicht sollen nachts draußen bleiben. Viele Camper nutzen dafür Thermomatten. Sie verdunkeln und isolieren. Für unseren Anti-Camper-Ausbau waren sie trotzdem nicht die beste Lösung. Unsere wichtigste Anforderung für die DIY-Verdunkelung Mini-Camper: Von außen soll möglichst nichts darauf hindeuten, dass im Rifter jemand schläft. Gerade beim Freistehen soll der Wagen wie ein normales Alltagsauto wirken. Klassische Thermomatten sind praktisch, machen einen Hochdachkombi aber schnell als Camper erkennbar.
Dazu kommt der Preis: Passgenaue Thermomatten für den Peugeot Rifter kosten je nach Material und Befestigung etwa 130 bis 540 Euro. Viele Komplettsets liegen zwischen 185 und 290 Euro. Unsere DIY-Verdunkelung für den Mini-Camper sollte deshalb vor allem unauffällig, platzsparend und schnell einsatzbereit sein.

Unsere Lösung: ein T-förmiger Verdunklungsvorhang
Wir haben einen Vorhang aus tiefschwarzem, dicht gewebtem Baumwollstoff genäht. Seine Form erinnert an ein großes T.
Abends hängen wir ihn zwischen Fahrerkabine und Schlafbereich an den beiden seitlichen Haltegriffen ein. Die beiden Flügel ziehen wir über die mittleren Seitenfenster – genau dort, wo beim Schlafen unsere Köpfe liegen.
Vorne hält eine elastische Leine mit Haken den Vorhang. Sie läuft durch einen genähten Tunnelzug. Hinten befestigen wir die Flügel mit zwei Klammern an der Ladungssicherungsklappe des Rifters.
Klingt komplizierter, als es ist. Die Fotos und die Zeichnung unten zeigen den Aufbau besser.
Verdunkeln, ohne die Belüftung zu blockieren
An den Fenstern der Schiebetüren verwenden wir Lüftungsgitter. Anders als direkt an den Scheiben befestigte Thermomatten blockiert unser Vorhang den Luftstrom dort nicht. Frische Luft kann weiterhin durch den Schlafbereich ziehen. Gleichzeitig liegt der Stoff mit etwas Abstand vor den Fenstern und bremst den direkten Luftzug. So bleibt der Luftaustausch erhalten, ohne dass es nachts unangenehm auf Kopf und Gesicht zieht. Ausreichende Luftzirkulation ist beim Schlafen im Auto wichtig. Auch der Ratgeber zum Thema Übernachten im Auto empfiehlt, für Frischluft im Fahrzeug zu sorgen.
Camper bleibt fahrbereit
Der Verdunklungsvorhang liegt direkt an den Rückenlehnen von Fahrer- und Beifahrersitz an. Das Fahrerhaus bleibt dadurch frei und der Camper fahrbereit. Gerade beim Freistehen ist das praktisch: Wollen oder müssen wir den Platz kurzfristig verlassen, ist kein Umbau nötig. Wir müssen nicht mal den Wagen verlassen.
Kleine Taschen statt Nachttisch
Auf die beiden Flügel haben wir kleine Taschen genäht. Darin liegen nachts Brille, Taschentücher und andere Kleinigkeiten griffbereit. Praktisch, wenn im Mini-Camper kein Platz für einen Nachttisch ist.
Kleines Packmaß, schnell verstaut
Morgens wird der Vorhang einfach abgenommen, gefaltet und verstaut. Ein einzelnes Stoffteil lässt sich für uns leichter unterbringen als mehrere Thermomatten.
Und ja: Für die Fotos haben wir den Stoff sehr gründlich gebügelt. Im Alltag ist er deutlich faltiger, weil wir ihn klein zusammenlegen. Aber unsere DIY-Verdunkelung ist schließlich ein Gebrauchsgegenstand – keine Deko-Gardine.
So verdunkeln wir die restlichen Fenster
ergänzend zur DIY-Verdunkelung Mini-Camper nutzen wir für die Heckscheibe unseren Camouflage-Vorhang. Tagsüber hängt er an der geöffneten Heckklappe und dient dort als Sicht- und Insektenschutz.
Die hinteren Seitenfenster sind durch die Fenstertaschen und deren Umbauten ohnehin fast blickdicht. So bleibt der Schlafbereich dunkel und der Rifter von außen möglichst unauffällig.
Die DIY-Verdunklung ist Teil unseres Anti-Camper-Ausbaus: So wird aus einem Alltagsauto ein Mini-Camper – schnell, einfach und komplett rückbaubar.



