#8 Der Heckscheiben-Aufsteller
Zum Glück haben wir uns für eine geteilte Heckklappe entschieden. Die Scheibe lässt sich separat öffnen. Vorteil: Wenn zugeparkt, kann man die Scheibe öffnen und kommt trotzdem an die Ladefläche. Braucht man das? Natürlich, nicht nur dafür, aber zum Campen ein Traum. Du liegst im Bett und schaust übers Meer, lauschst den Wellen, riechst das Salz und genießt dein Leben. (Nachdem du vorher dich aus dem Bett gequält hast, barfuß ums Auto schleichst, die Klappe von außen öffnest, wieder zurück zur Schiebetür gehst, irgendwie den Sand von den Füßen abputzt und frierend ins Bett zurückkehrst).
Mensch, ihr Autobauer, zwei Schalter serienmäßig innen – ist das zu viel verlangt?
Lange Vorrede, kommt irgendwann zum Punkt. Der Heckscheiben-Aufsteller löst, das Problem leider nicht.
So jetzt zum Thema:
Der Heckscheiben-Aufsteller sollte es sein, aber so unerfahren wie wir waren: Passt der zu unserem Auto? Schließt die Zentralverriegelung? Also haben wir ihn nicht beim Campingbedarf gekauft, sondern bei Toyota, die den Rifter auch im Rahmen des PSA-Konzerns in eigenem Design anbieten, aber mehr Camping-Zubehör haben. Also zum ortsansässigen Toyota-Händler und nochmal investigativ nachgefragt, ob der auch bei Peugeot funktioniert. Und hier die sensationelle Antwort: „Keine Ahnung, aber wenn nicht, haben Sie den teuersten Kapselheber der Welt gekauft.“
Okay, gutes Verkaufsargument. Was sind schon 20 € Lehrgeld? Aber er funktioniert und nicht nur zum Flaschenöffnen. Insbesondere im Sommer gibt der Aufsteller die gebrauchte Zusatzlüftung, öffnet die Heckscheibe rundherum, ohne dass es hereinregnen kann und in Verbindung mit unserem Mückennetz ist es eine sichere Sache. Aber auch wenn wir den Wagen in der Sonne parken, stellen wir die Klappe auf, ohne Angst vor Einbrüchen zu haben.
Klappe zu, Affe tot, gibt’s bei uns nicht. Aufs Leben, Prost.

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