KACK-THEMA: Mini-Camper Toilette – die beste Lösung
Es gibt schönere Themen, aber auch kaum wichtigere. Da jeder Camper verdauen muss und die Abfallprodukte in flüssiger und in mehr oder weniger fester Form entsorgen muss, geht das Thema „Mini-Camper Toilette – die beste Lösung“ alle an.
Auf Campingplätzen ist es kein Problem – außer, der Betreiber ist noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen, was die Ausstattung und die Reinigungsfrequenz betrifft. Manchmal sind es auch die Nutzer … ihr wisst, was wir meinen.
Das ist aber gar nicht das Thema, sondern:
Wie löst man das Toilettenproblem beim Freistehen in einem Mini-Camper?
In Europa findet man überall Toiletten – öffentliche oder auch an Tankstellen, Cafés etc.
Zumindest meistens eine Möglichkeit. Und wenn nicht?
Chemieklo oder Trenntoilette?
Ein Chemieklo käme gar nicht in Frage: Olfaktorisch ist der Raum im Auto zu klein, ein Chemieklo riecht ja immer, und wir würden direkt darüber schlafen. Selbst das kleinste Modell würde zu viel Platz einnehmen.
Trenntoiletten sind uns von der Funktionsweise sehr sympathisch, aber nur eine (z. B. eine Eurobox) unterzubringen, die nur diesen einen Zweck hat, würde unser Raumkonzept überfordern. Dann der praktische Teil: Wo würden wir die Box hinstellen, um sich zu erleichtern?
Einzige Stelle: der Beifahrersitz. Das hätte aber den Nachteil, dass der blanke Hintern durch das Beifahrerfenster zu sehen wäre und man ein Fußbänkchen braucht.
Also bleibt nur die natürlichste Form der Verrichtung.
Und sofort schütteln die meisten Leute den Kopf – „Das könnte ich nicht.“

Aber warum? Es ist wohl die einzig natürliche Art – seit Jahrmillionen macht der Mensch sein Geschäft in der Natur. Nur der moderne Mensch braucht ein Wasserklosett und muss auf feinstem Porzellan sitzen. Bei den alten Römern saß man nebeneinander in der Reihe, ohne Trennung, und machte dabei auch doppelt Geschäfte, denn Geld stinkt nicht. Und wenn eine Krise droht, horten wir Klopapier – dabei ist es wohl das Unwichtigste, was man zum Überleben braucht.
Es gab noch nie so viele Menschen wie heute. Durchschnittlich produziert jeder Mensch 5000 kg Kot im Leben – bei etwa 190 g pro Tag. Also birgt das Freikacken ein Problem. Die Menge macht das Gift.
Man könnte sagen: „Aber das ist doch Natur.“ Nur bedingt, denn viele Keime sind dort noch sehr produktiv und können Krankheiten auslösen. Die Hinterlassenschaft gefährdet besonders die Gewässer.
Als Wanderer kennen wir das Problem: Die meisten benutzen auch noch ein Taschentuch oder Klopapier. Und damit ja kein Tropfen in die Unterhose kommt, braucht man ein gebleichtes, extraweiches Tüchlein – und das kommt auf den Waldboden. Und da bleibt es. Es kann bis zu fünf Jahre dauern, bis es vollständig verrottet.
Die schönsten Landschaften sind meistens nährstoffarm. Da ist es natürlich problematisch, wenn zu viele Ausscheidungen (= Dünger) dazukommen. Die Hungerkünstler unter den Pflanzen kommen damit nämlich nicht klar.
Der Klappspaten gehört zur Grundausstattung.
Das Vergraben wird empfohlen – in der Regel mindestens 20 cm tief, etwa 70 Schritte von Gewässern entfernt. Nach Möglichkeit etwas erhöht, damit es bei Starkregen nicht weggeschwemmt werden kann. Ein sonniger Platz erhöht (beschleunigt?) die Verrottung, verringert aber die „Privatsphäre“. Hier ein amerikanisches Video mit Infos.
Das Vergraben soll verhindern, dass Tiere die Hinterlassenschaft ausgraben. Aber kann man immer ein 20 cm tiefes Loch graben? In steinigem und stark durchwurzeltem Wald ist das echt Arbeit. Wir haben auch schon erlebt, dass am nächsten Morgen das Loch aufgewühlt war.
Das hat uns nachdenklich werden lassen. Warum soll das, was für Hundekot gilt, nicht auch für uns gut sein?
Die Wissenschaft sagt: „Die zusätzliche Umweltbelastung, die durch die Herstellung des Plastiksäckchens für den Hundekot entsteht, ist deutlich geringer als der Schaden, der entsteht, wenn der Kot direkt in die Umwelt eingetragen wird.“
Also haben wir entschieden: Alles, was in den Wald kommt, geht auch wieder raus.
Seitdem bleibt der Spaten im Auto, und unser „Drecksack“ (der Kulturbeutel fürs Geschäft) enthält eine Tageszeitung. Aber nicht, um wie in alter Tradition den Po abzuwischen – nein, wir sind so lässig, dass wir dabei den Leitartikel lesen. Klingt unglaubwürdig? Ist es auch. Hier zu unserem Beitrag Drecksack.
Eine Zeitungsseite ist das Zielfeld – das macht das Einpacken in eine Plastiktüte einfacher und hygienischer. Und eine zerknüllte Zeitung ist schöner anzusehen als … ihr wisst schon was.
Die Tüte wird dann ordnungsgemäß entsorgt.
Noch ein Tipp, wenn es mit dem Hocken nicht klappt:
Die Anlehn-Technik – ein Baum im Rücken, um sich in eine imaginäre Sitzposition zu bringen.
Aber was wäre Camping ohne Equipment-Kauf? Wir haben doch noch eine mobile Toilette gekauft. Und haben für uns damit die Mini-Camper Toilette – die beste Lösung–gefunden.
Nach langer Suche haben wir uns für die Bivvy Loo entschieden, da sie in ihrer stabilen Tragetasche verpackt nur 5 cm hoch und 39 cm lang ist.
Falls ihr den Chapeau Claque, den klappbaren Zylinderhut, kennt, wisst ihr, wie sich diese Toilette entfalten kann. In diesem Fall sorgen Stahlbänder mit Scharnieren dafür, dass der Sitz stabil ausgeklappt wird. Laut Hersteller soll er eine Tragkraft von 140 kg haben.
Bevor man sich hinsetzt, zieht man eine Plastiktüte über die Brille und erleichtert sich in den Beutel. Im Lieferumfang sind Beutel mit Abfallpulver enthalten, das bis zu 2 Liter Flüssigkeit in Gel verwandelt. Wir versuchen jedoch, den Urin vorher separat zu entsorgen, damit wir das Gel nicht benötigen.
Die Höhe der Reisetoilette beträgt nur 25 cm. Sie ist natürlich nicht die bequemste Lösung, aber für uns zählt vor allem das minimale Packmaß.
Und fürs Flüssige gibt es die Pipilette.
Ok, das ist nicht der offizielle Name und nicht zu verwechseln mit dem französischen Begriff Pipelette, der für Klatschbase steht ( gut, dass bloggen schlau macht).
Das ausziehbare Mini-Urinal ist unisex, fasst 750 ml, hat einen verschliessbaren Deckel. Die Öffnung ist für Frauen konzipiert. Da sie zusammengestaucht nur 14 cm misst, passt sie in fast jede Tasche. Und ist für Frauen besonders praktisch, wenn öffentliche Toiletten nicht zum Benutzen geeignet sind. So zum Beispiel in Albanien auf der 3 Std. Fährfahrt über den Komanstausee.
So, wir hoffen der Beitrag war informativ und es ist uns gelungen, das Kackthema dezent genug zu beschreiben. Aber zweimal mussten wir es benennen, irgendwann mussten die Begriffe raus.
Über Kommentare und weitere Tipps zum Thema „Mini-Camper Toilette – die beste Lösung“ wären wir dankbar, denn besser geht immer.

DIY – Heckklappen-Zelt
Selbstgenäht als leichte Erweiterung für den Mini-Camper – schnell aufgebaut und platzsparend verstaut.
Blickdicht und windgeschützt für mehr Privatsphäre unterwegs.
Flexibel nutzbar als Küchen-, Dusch- oder Toilettenzelt.
Ideal für autarkes Camping mit Komfort auf kleinem Raum.











Ich fahre einen Renault kangoo . Da ich relativ klein bin, hat mir mein Schwager ein Bett mit stauraum gebaut. Der ist unter dem Bett aufgeteilt für Lebensmittel, Geschirr, Gaskocher ect, und einen kleineren stauraum in dem meine Toilette und Werkzeug untergebracht ist. Ich benutze meine Toilette nur nachts für pipi.