Normandie und Alabasterküste
Am 22. September starten wir einen Roadtrip durch die Normandie und Alabasterküste von Brügge bis Sainte-Mère-Église. Wir wollen die Nordseeküste von Brügge bis zu den D-Day-Stränden erkunden.
Und Teile des Küstenwanderweg GR21, der von Tréport bis Le Havre mit einer Gesamtlänge von 190 km, wandern. Er wurde im Jahr 2020 als bester Fernwanderweg ausgezeichnet.
Erster Halt: Brügge
Wir bleiben zwei Tage.
Hier folgt ein Link zum Städtetrip Brügge.
Wir fahren die Küstenstraßen in Richtung Frankreich. Da wir die belgische Küste nicht kennen, haben wir kein festes Ziel. Wenn es uns gefällt, würden wir bleiben. Leider ist die Küste verbaut. Ziel scheint es zu sein, so viele Wohnungen mit Meerblick auf engstem Raum zu bauen. Da wir keinen Strandtag einlegen wollen, fahren wir weiter.
Frankreich – wir sind gleich da.
Kurzer Halt am Rathaus von Calais
Beeindruckend: der 75 m hohe Turm. Nebenbei ist er UNESCO-Weltkulturerbe. 1925 eingeweiht, mit rotem Backstein und weißem Stein im flämischen Neo-Renaissance-Stil gebaut. Calais ist bekannt für den kurzen Weg nach Dover, für die feine Spitze und Haute Couture. Und für den mechanischen Riesen-Drachen, mit dem man am Strand fahren kann.



Weiterfahrt bis Eu
Keine Abkürzung, sondern ein kleines Städtchen bei Le Tréport. Der dortige Campingplatz ist im Wald- und Parkgelände des Renaissanceschlosses Château d’Eu angelegt. Dort war schon Queen Victoria zu Besuch. Der Campingplatz ist absolut ruhig, unter alten Bäumen und Hecken gelegen. Die Toilettenanlagen sind auch nur unwesentlich neuer. Die Duschen sind allerdings modernisiert.




Le Tréport – Ein kleines Hafenstädtchen mit beeindruckender Kulisse
Le Tréport ist ein kleines Hafenstädtchen an der Mündung der Bresle. Es wirkt, als hätte der Fluss die gewaltigen Kalkfelsklippen zerschnitten, die das Städtchen nun einrahmen. Wir sind hier an der Alabasterküste, der Côte d’Albâtre – wirklich beeindruckend.
Die Küstenstädte der Normandie sind geprägt vom Glanz des königlichen Frankreichs, vom Reichtum der mondänen Seebäder-Zeit, von deren Niedergang und von Bausünden der Nachkriegszeit. Aber gerade das macht für uns den Charme aus.
Der Fernwanderweg – unsere erste GR21-Tour in der Normandie und Alabasterküste
Dafür muss man erst einmal bergauf – besser gesagt klippenauf.
Wir verschmähen die Standseilbahn und erklimmen die steilen Treppen und Gassen der Escaliers de la Falaise. Schon unterwegs hat man einen tollen Blick über Tréport. Am Aussichtspunkt tobt der Bär. Also weiter zum GR21.




Dabei durchqueren wir einen riesigen Stellplatz. Camper an Camper stehen im Staub, aber theoretisch mit Meerblick – wenn man nicht in der zweiten oder dritten Reihe steht und wenn man einen Durchblick zwischen zwei Campern findet. Gruselig! Das ist immer unser Campingalbtraum …

Aber wie immer: 100 Meter vom Hotspot entfernt wird es schöner. Und der GR21 spielt seine Reize aus. Saftiges Grün, weiße Klippen, das Blau teilen sich Himmel und Meer, und das Gold der Gräser sind die ersten Herbstboten.




Der Weg ist ein Achterbahngang. Die Natur hat entschieden, dass hier ein ständiges Auf und Ab den Küstenabschnitt reizvoll macht und abwechselnd die Waden- und Schienbeinmuskulatur des Wanderers stärkt.
Criel-sur-Mer – Farbenfrohe Strandhütten und ein gestrandeter Busfahrplan
Wir erreichen Criel-sur-Mer und flanieren an den bunten Strandhütten vorbei. Ein kleiner Ort, der wahrscheinlich im Sommer voller Badegäste ist. Zumindest gibt es sogar das für Frankreich übliche Karussell.

Wir stärken uns im Strandbistro und vergessen die Zeit. Nach Dieppe ist es jetzt zu weit. Den gleichen Weg zurück? Wir entscheiden uns für den Bus.Laut Plan soll er in einer halben Stunde kommen. Nach 45 Minuten werden wir nervös. Okay, wir nehmen den nächsten Bus – der auch nicht kommt. Plötzlich biegt ein Bus um die Ecke. Der Schulbus entlädt die Kinder. Wir fragen den Busfahrer, ob und wann ein Linienbus kommt. Er lacht.
„Nächsten Sommer!“
Der Bus fährt nur im Sommer, aber der Plan ist im September natürlich nicht aktualisiert. Das machen die irgendwann.
Wohin wir wollen? „Tréport.“
Kein Problem. Er nimmt uns mit. Glück und nette Menschen braucht der Reisende.


Die Herausforderungen einer Küstenwanderung
Eine Küstenwanderung ist immer problematisch, weil man wieder zum Ausgangspunkt zurück muss – wenn man sich nicht täglich eine neue Unterkunft organisiert. Als Solo-Camper mit nur einem Auto ist die Rücktour immer ein Abenteuer.
Die wenigen Etappen, die wir wandern konnten, sind traumhaft. Doch Teile des Wanderwegs sind gesperrt, weil die Klippen abbrechen. Dann läuft man zum Beispiel einen Kilometer auf einer Straße landeinwärts, einen Kilometer parallel zur Küste und dann wieder einen Kilometer zur Küste, um den Weg fortzusetzen. Das ist etwas langweilig.
Auf dem Weg nach Dieppe schmeißt sich ein Atomkraftwerk (Penly) in den Weg, das man weit umwandern muss. Man geht über Straßen, ohne Versuch oder Möglichkeit, das Kraftwerk wanderfreundlich zu umgehen.Damit würde der Weg in Deutschland keine Auszeichnung bekommen. Aber der Franzose hat zu AKWs ein deutlich anderes Verhältnis als wir Deutschen.
Leinen – Die Normandie als Spitzenreiter
Die Normandie ist der größte Produzent von Leinen. Eine alte Kulturpflanze, die besonders nachhaltig ist. Sie braucht im Vergleich zu Baumwolle wenig Wasser, und die gesamte Pflanze kann genutzt werden – ihre Früchte, die Leinsamen, ebenso wie der Rest für die Textilproduktion.

Wir wandern an vielen Feldern vorbei, auf denen die Halme in einem Fischgrätenmuster liegen. Wir werden Zeugen, wie die Bauern sie mit historisch wirkenden Maschinen wenden – eine sehr staubige Angelegenheit
Dieppe – das erste französische Seebad mit bewegter Geschichte
Hier treffen wir auf unsere unrühmliche Vergangenheit: Im Zweiten Weltkrieg fand am 19. August 1942 die Operation Jubilee statt. Alliierte Truppen, hauptsächlich Kanadier, versuchten mit etwa 6.000 Mann, am Strand von Dieppe zu landen. Die Operation endete im Desaster: Die meisten starben, fast 2.000 gerieten in Kriegsgefangenschaft – die höchsten Materialverluste der Kanadier im Zweiten Weltkrieg. Doch man spürt eine intensive Verbindung und Dankbarkeit von Dieppe für Kanada.
Alle zwei Jahre im September findet in Dieppe das Internationale Drachenfestival statt. Ein absolutes Highlight auf unserer Tour. So viele unterschiedliche Drachen haben wir noch nie gesehen. Leuchtende Farben, ungewöhnliche Formen.






Warum können Herzen und Wale fliegen? Hier müssen wir ein Klischee bedienen: ein Fest für Jung und Alt. Das nächste Festival findet vom 13. bis 21. September 2025 statt.
Internationale Drachenfestival Dieppe
Pêche à pied – Wattfischen als Volkssport
Pêche à pied, das Wattfischen, scheint der Volkssport der Normannen zu sein. Bewaffnet mit Korb oder Eimer, Schaufel und Kescher sowie Taschenmesser, ziehen ganze Familien ins Watt, um Krebse, Muscheln und Schnecken zu sammeln. Es macht Spaß, den Eingeborenen beim Jagen zuzusehen – besonders, wenn sie gleich an Ort und Stelle eine Meeresfrucht wegschlürfen.



An allen Stränden stehen Infotafeln, die über Mengen und Größen der Meerestiere informieren, die man sammeln darf. Für uns Touristen ist das wohl eher ein Marketing-Geniestreich, um ins nächste Fischlokal zu gehen. Auch wir gehen durchs Watt. Es ist witzig, in jede Pfütze zu gucken, ob wir auch Glück haben. Aber wenn wir von dem, was wir finden, satt werden müssten, würden wir fasten. Irgendwann müssen wir mal einen Guide finden, der uns in die Geheimnisse einweiht.
Wir entdecken nur einen Krebs, zwinkern ihm zu und wünschen ihm ein langes Leben.
Sotteville-sur-Mer – unser neues Domizil
Neues Domizil für drei Tage: Camping Les Pommiers. Ein kleiner Platz mit einigen Mobilhomes. Schöne Parzellen mit Hecken. Unisex-Sanitäranlagen, Sauberkeit könnte besser sein.
Veules-les-Roses – Ein malerisches Dorf
Ein Dorf, das zu den schönsten der Normandie gehört. Reetgedeckte Häuser, Wasserräder und Schleusen.




Yport – ein kleiner Hafen mit Charme
Nächster Halt: Yport. Ein kleiner Hafen mit vielen Strandhütten. Wir campen oberhalb, auf dem Camping Le Rivage. Schöner Blick auf Yport. Sanitäreinrichtungen leider unterdurchschnittlich.
Ausflug nach Fécamp – Alte Herzogstadt mit Likör-Palast
Mit 17.000 Einwohnern ein etwas größerer Ort. Seebad und historische Stadt. Wir besuchen die Likörfabrik von Bénédictine. Naja, „Fabrik“ löst die falschen Assoziationen aus – es ist ein Palast. Naja, sollte zumindest so aussehen. Die Marke wurde erst 1863 gegründet und beruht angeblich auf alten Benediktiner-Rezepten. Das Gebäude von 1890 ist eine überdekorierte Augenweide und heute Kunstmuseum und Besucherzentrum. Wir gönnen uns eine Likör-Degustation.




Étretat – Das berühmteste Fotomotiv der Normandie und Alabasterküste
Eigentlich das bekannteste Fotomotiv der Alabasterküste: die Klippen, Bögen und Höhlen von Étretat. Das kleine Städtchen finanziert sich wohl über Parkgebühren.
Es ist voller als ein Ameisenhaufen. Vielleicht liegt es auch an Arsène Lupin, dem Meisterdieb – eine populäre Romanfigur des französischen Autors Maurice Leblanc. In dessen Villa in Étretat ist ein Museum eingerichtet. Aber es bedarf schon einer Netflix-Serie („Lupin“), um einen neuen Besucherhype auszulösen.
Schon vielsagend ist der Hinweis auf der offiziellen Homepage von Étretat:
„Étretat und die Kreidefelsen der Alabasterküste genießen Sie in vollen Zügen außerhalb der Stoßzeiten. Das bedeutet früh am Morgen, spät am Abend oder aber im Frühjahr, im Herbst und sogar im Winter. Der Vorteil: Sie erleben die Kreidefelsen von Étretat ganz in Ruhe, eingetaucht in wunderschönes Licht, und schützen gleichzeitig die Umwelt.“
Wir schützten die Umwelt und ersparten uns das Gewusel.




Camping in Trouville-sur-Mer – Strenges Regime, aber grandiose Aussicht
Weitläufiger Campingplatz mit schönem Meerblick. Am Horizont liegt Le Havre. Hier herrscht ein strenges Regime: Freie Platzwahl?
„No, no, no.“
„Oui, oui, oui“ – wir kriegen einen guten Platz.


Trouville-sur-Mer & Deauville – Die Belle Époque lässt grüßen
Trouville-sur-Mer liegt gegenüber von Deauville – eine wirklich schöne Kombination. Hier erahnt man den Reichtum und die Feudalität der Belle Époque. Aber der Glanz bröckelt an vielen Stellen: Leerstand und Ruinen. Doch genau das macht den Charme aus. Kein Museumsdorf, sondern eine lebendige Vergangenheit. Der Niedergang der Pracht hat einen besonderen Reiz – uns gefällt es. Was man hier nicht kann: verhungern. Die Restaurantdichte macht die Auswahl schwer.


Das Beste aber ist der Fischmarkt: Der Fischmarkt in Trouville-sur-Mer
Kaufen oder direkt essen – einige Stände servieren auch gleich die Fischgerichte. Aber um 19 Uhr ist Schicht. Also lieber zum Mittagessen oder frühen Abendessen kommen. Oder so wie wir es gemacht haben: frische Gambas gekauft und am Campingplatz selbst zubereitet. Interessiert Euch unsere Küchenausstattung ? Hier findet ihr den Betrag.

Le Havre – nach völliger Zerstörung ein modernes Comeback
1944 wurde Le Havre nach Flächenbombardements der Alliierten fast völlig zerstört.
Auguste Perret war vom Kriegsende 1945 bis zu seinem Tod 1954 der hauptverantwortliche Stadtplaner für den Wiederaufbau von Le Havre.
Église Saint-Joseph
… ist von überall in Le Havre zu sehen. Die Kirche ist ein Meisterwerk von Perret, das ab 1951 gebaut wurde. Ihr 107 m hoher Laternenturm besteht aus 12.000 farbigen Glasscheiben. Von außen wirkt er massiv, gigantisch, fast trotzig. Man kann die Kirche von innen gratis besichtigen – nur nicht, als wir da waren, sie war wegen Dreharbeiten geschlossen. Wir kennen nur die Innenansichten aus dem Internet – und die sind sensationell.


Oscar Niemeyer und der Volcan
Der Architekt aus Brasilien baute diesen Betonbau: Le Volcan, 1982 als Kulturzentrum in Le Havre eröffnet. Es umfasst eine Bibliothek und eine Veranstaltungshalle.
Die Außenhaut ist extrem rau, was ihm einen natürlicheren Look verleiht – soweit Beton natürlich aussehen kann. Wir entdecken das Gebäude bei grauem Himmel – der Vulkan verschwindet fast darin. Bei blauem Himmel wirkt Le Volcan am eindrucksvollsten.
2022 steht oben auf dem Dach eine Skaterfigur, die den Vulkan wie eine Halfpipe wirken lässt – superwitzig. Auf der Rückseite befindet sich eine große Wasser-Skulptur: eine offene Hand, eine empfangende Hand, aus der das Wasser rinnt. Kann sie das Wasser nicht halten oder spendet sie das wertvolle Nass?





Dauerhaftes Kunstwerk Quai de Southampton (2017)
Gibt es einen Unterschied zwischen Legosteinen und Containern? Eigentlich nicht – zumindest in Le Havre.
Am Quai de Southampton stehen die 28 m hohe „Catène de Containers“.




Die Container-Kette, die so leicht und verspielt wirkt wie ein Legoturm, wiegt dennoch 288 Tonnen. Ein prägnantes Symbol für unsere von Export und Import dominierte Weltwirtschaft. Eine Welt ohne Container kann sich heute niemand mehr vorstellen.
Wir haben gelesen, dass das Kunstwerk von Antoni Gaudí inspiriert ist – naja, bei seiner organischen, von der Natur inspirierten Formensprache kann ich es mir nicht vorstellen. Aber das tut der Faszination beider Kunstwerke keinen Abbruch.
Permanente Installation Square Claude Érignac



Das „Narrow House“ von Erwin Wurm, dem österreichischen Künstler, der mit seinen humorvollen Installationen zum Denken und Kopfschütteln anregt. Wir kennen sein „Fat House“ aus Graz – ein übergewichtiges Haus – und das „Fat Car“, bei dem er ein dynamisches Fortbewegungsmittel in einen sympathischen Sitzsack auf Rädern verwandelt. Und in Wuppertal stehen drei mannsgroße Gurken im Skulpturenwald.
Hier in Le Havre, auf dem Square Claude Érignac, steht das Elternhaus von Erwin Wurm. Mit einem kleinen Unterschied: Es ist nur 1,10 m breit. Man kann es begehen – wenn man selbst nicht breiter als ein Meter ist. Alle Möbel sind ebenfalls in der Breite geschrumpft. Hier spürt man die Kritik an Enge, Eingesperrtheit, Perspektivlosigkeit – an einer Gesellschaft, die nur einen schmalen Geist hervorbringt. Aber man kommt am Ende gut gelaunt wieder raus.
Le Havre hat noch mehr zu bieten, wir haben längst nicht alles entdeckt – wir kommen wieder!
Omaha Beach – der Umgang mit dem D-Day
Wenn man die Normandie besucht, kommt man nicht um die dunkle deutsche Geschichte und die alliierten Invasion herum.
Wir besuchen den Omaha Beach, den wahrscheinlich blutigsten Ort der Invasion. Heute ist der Strand nicht anders als jeder andere in der Normandie. Wären dort nicht Denkmäler oder das Besucherzentrum, würde nichts mehr an den Tod, die Angst und das Leid erinnern.
Unbegreiflich, sich vorzustellen, wie es sein muss, ohne Deckung in einen Kugelhagel zu rennen. Oder in einem Bunker zu sitzen, auf Menschen zu schießen und selbst keinen Fluchtweg zu haben. Ein grässlicher Ort der Entmenschlichung, aber das Opfer dieser jungen Menschen hat uns 80 Jahre Demokratie, Freiheit und Wohlstand erkämpft.
Und wissen wir es zu schätzen? Die Opfer wären umsonst gewesen, wenn wir unsere Demokratie nicht bewahren wollten. Es gibt dort kein Demokratiezentrum, keinen Ort der Vereinten Nationen, kein Friedensdorf. Lieber gibt es dort einen Shop, um Omaha-Beach-Schneekugeln, Babystrampler und Kriegsspielzeug zu kaufen.









Heute werden am Strand Austern gezüchtet.
Wir spülen den Ernst erst mal mit Craft Beer hinunter. Natürlich sieht die Brauerei aus, als ob sie im Mittleren Westen stehen würde, und gleich ein Bus mit GIs in die Kneipe käme.



Sainte-Mère-Église ist bekannt durch den armen John Steele.

Der US-Fallschirmspringer verfing sich bei der Landung am Kirchturm und wurde von den Deutschen eingesammelt. Damit man sich das besser vorstellen kann, hängt man sicherheitshalber eine Puppe an den Kirchturm, damit sich der Tourist besser daran erinnert, macht er ein Foto davon.
Letzte Übernachtung auf einem kleinen Campingplatz …
Wir starten die Rückreise.
Jede noch so schöne Reise geht einmal zu Ende – letzter Zwischenhalt:
Abtei Jumièges – der schönste Steinbruch der Welt
An den Schleifen der Seine liegt das Örtchen Jumièges. Seit dem 7. Jahrhundert gründeten die Benediktiner eines der bedeutendsten Klöster. Oft geplündert und niedergebrannt, wurde es immer wieder aufgebaut. Die Französische Revolution setzte dem ein Ende, das Kloster wurde als Steinbruch genutzt. Erst 1852 begann man, die Reste zu erhalten.
Die Wirkung des weißen Steins, die Transparenz des Gebäudes und die Tatsache, dass man trotzdem die Pracht und Schönheit des Klosters erkennen kann, machen den Ort romantisch und entschleunigend. Der Park mit seinem alten Baumbestand rundet das Bild ab.













Le Bistrot Du Siècle
Rustikales Restaurant, weiß-rot karierte Tischdecken, zubereitet wird auf offenem Holzfeuer. Wir bestellen eine Art Éclade de moules.




In einer Pfanne werden Piniennadeln gefüllt und darauf Miesmuscheln gelegt. Deckel drauf und einige Minuten ins Feuer gestellt. So kommt die Pfanne auf den Tisch. Im Gegensatz zu üblichen Muscheln gibt es keinen Sud. Muscheln mit reichlich Raucharoma – ungewöhnlich lecker. Man muss nur Rauch mögen, denn das ist kein feines Aroma mit leicht aufeinander abgestimmten Gewürzen. Das Gericht geht auf die 12. Obligatorisch gibt es Pommes dazu – das ist Glück.
Unsere Restaurant-Tipps
75 Rue Louis Bourdon, 76480 Duclair, Frankreich
Le Bistrot Du Siècle
Bewertung zu unserem Roadtrip Normandie
Beeindruckende Natur: Die Alabasterküste, der Ärmelkanal, die Farbe des Wassers
Es gibt viel zu Erdecken. Nicht nur Historisches, sondern auch viel Zeitgenössisches.
Viel Fisch, genügend Restaurants und Bistros, sogar gutes Bier.
