Rotterdam – Stadt der Architektur-Highlights
Die beliebteste Stadt in den Niederlanden ist Amsterdam, aber muss es immer diese sein? Grachten, pittoreske Backsteinbauten, überfüllt mit Touristen. Unsere Lieblingsstadt in den Niederlanden ist Rotterdam. Im Zweiten Weltkrieg zerstört und konsequent modern wiederaufgebaut, ist dieser innovative Geist auch heute noch spürbar: Innovation statt Glorifizierung der Vergangenheit. Man sollte 2–3 Tage für den Städtetrip Rotterdam einplanen – die Stadt hat viel zu bieten.
Eine Auswahl der Museen, die wir bereits besucht haben:
Het Nieuwe Instituut: Dieses Institut möchte die kulturelle und soziale Bedeutung von Architektur, Design und digitaler Kultur steigern und die Interaktion zwischen diesen Disziplinen stärken.
Nederlands Fotomuseum: Das Nationalmuseum für Fotografie schützt das niederländische fotografische Erbe der Gegenwart und Zukunft und macht es in all seiner Vielfalt für die Öffentlichkeit zugänglich.
Depot Boijmans Van Beuningen: Das beeindruckende Kunstdepot – weitere Infos siehe unten.
Die Kubushäuser …
… sind ein markantes Beispiel moderner Architektur. Entworfen vom niederländischen Architekten Piet Blom in den 1970er Jahren, bestehen sie aus würfelförmigen Strukturen, die um 45 Grad gedreht und auf einer Ecke platziert sind. Dieses Design soll einen abstrakten Wald darstellen, wobei jedes Haus einen Baum symbolisiert. Die innovative Gestaltung maximiert den Raum in dicht besiedelten Gebieten und bietet eine einzigartige Wohnumgebung.
Die insgesamt 51 Kuben wurden 1984 fertiggestellt. 2 Wohneinheiten können besichtig werden.
Uns faszinieren die grafischen Formen, das strahlende Gelb vor blauem Himmel. Architektur wie ein Blick durch ein Kaleidoskop, dadurch wirkt die geometrische Strenge plötzlich verspielt.




Das Städtetrip Rotterdam Highlight: Depot Boijmans Van Beuningen
Als wir das Depot Boijmans Van Beuningen in Rotterdam besuchten, waren wir beeindruckt von der weltweit ersten öffentlich zugänglichen Kunstlagerstätte. Das Gebäude mit seiner spiegelnden Fassade zeigt ein fast 180°-Panorama der Umgebung, wodurch die „Salatschüssel“ selbst zum Kunstwerk wird – und die Besucher werden ein Teil davon. Kaum ein Besucher verzichtet darauf, ein Selfie vor der spiegelnden Fassade zu machen.
Im Inneren werden etwa 150.000 Kunst-, Design- und Alltagsobjekte archiviert, und man erhält einen einzigartigen Einblick in die Restaurierungs- und Konservierungsprozesse. Ein kleiner Teil der Sammlung wird auch ausgestellt. Es ist faszinierend, Gemälde von hinten zu sehen, mit den Notizen der Künstler und den Aufklebern der Galerien und Museen.
Der Dachgarten in 35 Metern Höhe bietet zudem einen atemberaubenden Blick über die Stadt.





Markthal
Wir hatten uns besonders auf die Markthal gefreut, da wir Markthallen in Städten wie Barcelona, Metz, Valencia und Budapest lieben. Die Vielfalt an frischen Lebensmitteln bereichert uns immer.



Eine moderne, zeitgemäße Markthalle fehlte uns jedoch noch. Dieses hufeisenförmige Gebäude, kombiniert auf innovative Weise Wohnen, Arbeiten und Einkaufen.
Das Highlight ist die beeindruckende Deckenmalerei, die als „Füllhorn des Überflusses” bekannt ist. Dieses farbenfrohe Kunstwerk erstreckt sich über die gesamte gewölbte Decke und verleiht der Markthalle eine einzigartige Atmosphäre. Es fühlt sich an, als ob man als kleiner Käfer auf dem Rücken liegt und die bunte, quirlige Welt über einem betrachtet.
Im Inneren der Markthal gibt es zahlreiche Essensstände, jedoch überwiegend mit holländischen und internationalen Fast-Food-Angeboten. Bei unserem Besuch war die Luft der Halle von Frittierfett geschwängert. Das Auge war begeistert, aber die Nase fühlte sich wie in der größten Fritteuse der Niederlande.
Wir hatten einen Frischetempel erwartet, fanden jedoch hauptsächlich Fast-Food in großer Auswahl vor. Jedem das Seine; eine ordentliche Portion Pommes kann man ja immer essen.
Van Nelle – ehemalige Zigaretten-Fabrik im Bauhausstil
Etwas ausserhalb gelegen, dennoch gut beim Städtetrip Rotterdam zu erreichen: Am „Van Nelleweg 1 3044 BC Rotterdam“ liegt dieses Kleinod der Fabrikbauten: die Van Nelle Fabrik.
Sie wurde erbaut zwischen 1928 und 1931, gilt als herausragendes Beispiel der niederländischen Architekturbewegung „Het Nieuwe Bouwen”. Entworfen von den Architekten Johannes Brinkman und Leendert van der Vlugt, zeichnet sich das Gebäude durch seine Verwendung von Stahl und Glas sowie durch die Integration von Licht, Luft und Raum aus. Oder anders gesagt – genial.
Ursprünglich als Fabrik für Tabak, Kaffee und Tee konzipiert, wurde die Van Nelle Fabrik 2014 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.





De Zwaan – die Erasmusbrücke
Die Erasmusbrücke ist eine Schrägseilbrücke, die das Stadtzentrum mit dem Stadtteil Kop van Zuid verbindet. Benannt nach dem Humanisten Erasmus von Rotterdam, wurde die Brücke von dem Architekten Ben van Berkel entworfen und zwischen 1994 und 1996 erbaut.
Mit einer Gesamtlänge von 802 Metern und einem 139 Meter hohen asymmetrischen Pylon, der an einen Schwanenhals erinnert, trägt die Brücke den Spitznamen „De Zwaan” (Der Schwan). Ein 89 Meter langer Abschnitt an der Südseite kann aufgeklappt werden, um größeren Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen.
Wir sind gerne über die Brücke gegangen, aber besser man hat Rückenwind.

Kreative Stadt – für kreative Menschen
erkundet selber was es zu entdecken gibt, wir haben erst einen Bruchteil gesehen.





Impressionen zu den Skylines




